Die Agenda für Baukultur
April 2026
Schwammstadt | Das grosse Potenzial der Dachbegrünung

Referierende:
- Stefan Hasler, Mitglied der Projektoberleitung Schwammstadt, Direktor VSA
- Adrian Loretz, Anwendungstechnik, Paul Bauder AG
- Christian Weber, Systemberatung, Paul Bauder AG
Die Schwammstadt ist in aller Munde – doch während intensiv über Lösungen am Boden diskutiert wird, bleibt eine entscheidende Frage oft unbeachtet: Welche Rolle können Dächer für die Schwammstadt spielen? Besonders Flachdächer bieten hier ein enormes, bislang zu wenig genutztes Potenzial.
Der Klimawandel führt zunehmend zu Wetterextremen – von Starkregen und Sturzfluten bis hin zu langanhaltenden Trockenperioden. Gleichzeitig verstärken Urbanisierung und Flächenversiegelung die Bildung von Hitzeinseln. Lange Zeit galt das Prinzip, Regenwasser möglichst schnell über die Kanalisation abzuleiten – mit der Folge einer geringen Grundwasserneubildung, reduzierter Verdunstung und einer erhöhten Belastung der Entwässerungssysteme. Eine nachhaltige, grüne Infrastruktur funktioniert jedoch anders. Naturnahe Flächen zeigen, wie ein funktionierender Wasserkreislauf aussieht: 67 Prozent des Niederschlags verdunsten, 31 Prozent versickern, und nur 2 Prozent fließen oberflächlich ab. Die Schwammstadt verfolgt das Ziel, diesen natürlichen Wasserkreislauf auch in urbanen Räumen wiederherzustellen und Städte widerstandsfähiger gegen Extremwetterereignisse zu machen. Und dieser «Schwammeffekt» funktioniert nicht nur am Boden, sondern auch auf dem Dach.
Im Fachgespräch erläutert Stefan Hasler, Direktor VSA, die Ansätze und Entwicklungen der Städte im Hinblick auf die Schwammstadt, während Adrian Loretz und Christian Weber von der Bauder AG aufzeigen, welche Dachsysteme und Lösungen für ein nachhaltiges Regenwassermanagement auf dem Grundstück möglich sind.















