Die Agenda für Baukultur

Februar 2026

Fragmente – Zukunfts­fähigkeit aushandeln

Fragmente – Zukunfts­fähigkeit aushandeln, St.Gallen, 2. März 2026
Bildnachweis: Rolf Mühlethaler, Quelle: a-f-o.ch

Vortrag von:

  • Rolf Mühlethaler, Archi­tekt, Bern

Im An­schluss Podiums­­diskus­sion mit:

  • Konstanze Domhardt, Leiterin der städt­ischen Denk­mal­pflege, Winter­thur
  • Modera­tion: Martin Tschanz, Archi­tekt, Zürich

Die Auseinandersetzung mit dem Vorhandenen in all seinen Aus­prägungen der Infrastruktur, des Städte­baus, der Raum- und Bau­struktur, der Technik und der Gesell­schaft ist ein zentraler Bestand­teil des Metiers. Instand­halten, Instand­setzen, Umbauen und Erweitern legen nicht selten ideelle und materielle Schätze offen, liefern uns wertvolle Hinweise für unser Verhalten und setzen Fragmente in ebenso geheimnisvolle wie überraschende Zusammen­hänge. Im Vorhandenen ist in aller Regel eine tragfähige städtebauliche und freiräumliche Ordnung mit hohem Identitäts­potential eingeschrieben. Darin eröffnen sich einmalige Chancen, die Planung aus der Trans­formation heraus zu verstehen. Die intellektuell wie baulich sukzessiv voran­schreitende Aneignung lässt Zeit und Raum, die Seele des Ortes und damit den Menschen teilhaben zu lassen an seiner Stadt-, Dorf-, Quartier- und Haus­entwicklung. Bauen im Bestand, Planen und Bauen mit Fragmenten und Neubauen heisst, sich auf verschiedene Geschwindig­keiten einzulassen. Geduld und Langsam­keit sind dringende Tugenden, da im Voraus keine Gewissheiten das End­resultat erahnen lassen. Reflexion und Aufbruch, Tradition und Zukunft sind in jedem Strich den Fragen der Angemessen­heit zu unterwerfen. Die Projekte Wohn­kolonie im Hard Langenthal, Industrie­strasse in Luzern und WankdorfCity 3 in Bern loten das Verhältnis zwischen dem Brauch­baren und dem Neuen aus.

Weitere Informationen >

Datum

02.03.2026, 18:30 Uhr

Organisation

Architektur Forum Ostschweiz

Ort

Architektur Forum Ostschweiz
Davidstrasse 40, 9000 St.Gallen

Karte