Die Agenda für Baukultur
April 2026
73. Wechselgespräch: firmitas, utilitas, hemdsärmligkeit? – Ästhetik im Wandel?

„Mutig, echt, fast schon unverschämt?“ titelten die Medien jüngst fragend zur Entscheidung des DAM Preises für Architektur 2026. Die NZZ verstieg sich sogar zu dem Resümee: „Weshalb Schönheit in der Architektur keine Rolle mehr spielt.“ Lösen aktuelle Jurybegründungen wie „hemdsärmlige Leichtigkeit“ für Preisträgerprojekte Vitruvs drei Begriffe ab, die einst ausreichend schienen für die Bestimmung des grundlegenden Wesens guter Architektur? Sind Festigkeit, Nutzen und Schönheit immer noch die Gradmesser für „richtige“ oder gar „schöne“ Architektur – oder muss angesichts eines rasant stattfindenden geopolitischen und ökologischen Wandels eine neue Ästhetik hervorgebracht werden?
Ein Paradigmenwechsel in der Architektur? Matthias Alexander beklagt im Feuilleton der FAZ unter der provokanten Überschrift „Verlässlich hässlich“ eine „Abwesenheit von Schönheit“, die die sozial-ökologisch korrekten Meinungsführer der Szene verursachten – und dass im architektonischen Zusammenspiel von Gemeinschaft und Gesellschaft etwas nicht stimme. Grund genug, darüber zu diskutieren.
Mit:
- Jórunn Ragnarsdóttir, Berlin, Stuttgart
- Max Dudler, Berlin, Frankfurt, München, Zürich
- Peter Grundmann, Berlin
Moderation:
- Peter Cachola Schmal, Frankfurt am Main















